Pressemitteilung vom 20. September 2021

 

Einbruchschutz im Herbst: Jetzt das Zuhause sicherer machen!

Der Herbst hat den Sommer abgelöst und so startet nun die dunkle Jahreszeit. Daher ist wieder besondere Vorsicht in Sachen Wohnungseinbrüche geboten. Die frühe Dämmerung und somit der Schutz der Dunkelheit macht den Herbst bei Einbrechern besonders beliebt.

Aus der Polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass der Wohnungseinbruchdiebstahl im Jahr 2020 um 13,9 Prozent (-12.122 Fälle) gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist. Auch in diesem Jahr zeigt sich schon jetzt an den aktuellen Zahlen der Bundesländer, dass die Einbrüche erneut weniger geworden sind. Bundesländer mit üblicherweise hohen Fallzahlen konnten sogar einen sehr starken Rückgang verzeichnen. Zwar setzt sich der Trend, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche von Jahr zu Jahr weiter zurückgeht, somit stetig fort, aber dennoch ist der richtige Einbruchschutz nach wie vor ein wichtiges Thema. Die rückläufigen Zahlen bestätigen, dass sich die Sicherungsmaßnahmen gegen Wohnungseinbruchdiebstahl lohnen. Zudem hatte aber auch die Corona-Pandemie Einfluss auf die Entwicklung. Unteranderem durch Homeoffice und Kurzarbeit sowie den eingeschränkten Freizeitaktivitäten waren viel mehr Menschen zu Hause als sonst. Dennoch ist es ratsam, sich mit dem Thema Einbruchschutz auseinanderzusetzen.

Für einen guten Einbruchschutz beziehungsweise eine gute Einbruchhemmung ist es wichtig, auf mechanische Sicherungen zu setzen. Bauliche Schwachstellen sollten erkannt und durch geprüfte einbruchhemmende Bauteile gesichert werden. Auch wenn es keine 100-prozentige Sicherheit vor einen Einbruch gibt, da alle Bauteile mit den richtigen Hilfsmitteln irgendwann überwindbar sind, ist es wichtig, es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen. Einbrecher wollen natürlich nicht entdeckt werden, daher brechen sie den Einbruch ab, wenn ihr Versuch zu lange dauert.

Somit sollten auch unter anderem Einstiegsorte in schlecht einsehbaren Gebäudebereichen wie Kellertüren oder Fenster gut gesichert werden. Mit veralteten, unzureichend gesicherten Fenstern und Türen, kann man Einbrecher nicht lang abhalten. „In Sachen Einbruchschutz besteht auch weiterhin hoher Nachholbedarf und deshalb muss man unbedingt tätig werden, bevor es zu spät ist“, so Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB).

Doch was schützt gegen einen Einbruch? Vor allem widerstandsfähige Türkonstruktionen und Anbauteile sind hier sinnvoll. So sollten also geprüfte einbruchhemmende Türen mit Sicherheitsbeschlägen, Sicherheitsschlössern und Mehrfachverriegelungen verwendet werden. Zudem ist es möglich, Zusatzsicherungen wie Querriegelschlösser oder Kastenriegelschlösser einzusetzen. Fenster, Terrassen- und Balkontüren sind durch Sicherheitsbeschläge mit Pilzkopfverriegelungen und Sicherheitsschließblechen zu sichern. Zudem kann man hier Fensterzusatzsicherungen wie Fensterzusatzschlösser oder weitere Sicherungen wie Gitter und massive Rollladen einsetzen.

Im Idealfall wird von Anfang an auf geprüfte einbruchhemmende Türen und Fenster gesetzt, so muss man nicht nachrüsten. Solche Türen und Fenster wurden bei einem akkreditierten Prüfinstitut wie dem Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV) nach der DIN EN 1627 geprüft. Diese Europäische Norm beinhaltet die Anforderungen und Klassifizierung von einbruchhemmenden Bauteilen. Je nachdem welchen Anforderungen das Bauteil in der Prüfung standhält, wird es gemäß der Norm entsprechend als einbruchhemmend klassifiziert. So werden die Produkte nach der Norm DIN EN 1627 in eine der Widerstandsklassen (engl. Resistance Class, RC) RC 1 N bis RC 6 klassifiziert. Bei Fenster und Türen im privaten Bereich wird mindestens die Widerstandsklasse RC 2 empfohlen.

Als Nachrüstprodukte sind nur geprüfte Nachrüstprodukte gemäß DIN 18104-1 (Aufschraubbare Nachrüstprodukte) und -2 (Im Falz eingelassene Nachrüstprodukte) zu empfehlen. Diese Produkte sind in Anlehnung an die DIN EN 1627 auf die Widerstandsklasse RC2 geprüft und bieten daher auch einen sehr guten Schutz gegen Einbruch. Die Kommission Polizeiliche Kriminalprävention (KPK) veröffentlicht regelmäßig Listen mit geprüften und zertifizierten einbruchhemmenden Produkten. Zudem informieren und beraten die polizeilichen Beratungsstellen zum Thema Einbruchschutz. So können sich Verbraucher einen Überblick verschaffen und ihr Zuhause sicherer machen.

Wichtig ist immer, dass einbruchhemmende Bauteile stets von einem Fachbetrieb montiert werden. „Da falsch montierte Produkte auch keinen Schutz vor einem Einbruch bieten, sollte man die Montage einem Fachmann überlassen“, erläutert Stephan Schmidt.

Prüfung_Einbruchhemmung

Prüfung eines einbruchhemmenden Fensters im Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV).

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